CAMPKO Gastank mit Befüll- und EntnahmeanschlussUrsprünglich sollte in diesem Teil sowohl der Umbau der  Gasanlage wie auch der Austausch der Heizung beschrieben werden. Der Austausch der Heizung gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht, so dass ich hier zunächst einmal den Austausch der Gasversorgung dokumentiere. In Teil 13: Die Reisende muss abspecken – Revisited bin ich darauf schon eingegangen, dass die alten Stahlgasflaschen einem CAMPKO Komposit-Gastank zusammen mit einer Truma Mono Control und einem Filter weichen sollten. Nachdem nun Gastank, Mono Control, Filter und diverse Kleinteile wie Rohrverbinder, Schlauch mit Bruchsicherung, ein Rohr zur Verlängerung der Leitung von der Mono Control zur Gasverteilung im Wohnmobilinnenraum und die Halterung für den Tank eingetroffen sind, habe ich mich an den Einbau gemacht.

Bevor ich auf den Einbau eingehe, möchte ich ein paar Infos zu dem Gastank vorausschicken. Der CAMPKO Komposit Gastank ist ein wiederbefüllbarer Tank, der an jeder LPG-Tankstellle befüllt werden kann. Er hat den vorgeschriebenen Füllstop bei 80% und ein Überdruckventil, um ein Bersten zu verhindern. Den Tank gibt es mit zwei verschiedenen Armaturen für unterschiedliche Einsatzzwecke. In der einfacheren Ausführung hat er nur einen Anschluss, der sowohl zum Befüllen wie auch zur Entnahme dient. Diese Variante ist für den mobilen Einsatz mit Gasheizstrahlern, Gasgrills und ähnlichen Verbrauchern gedacht. Die zweite Variante, die für den Festeinbau gedacht ist, hat zwei getrennte Anschlüsse für Befüllung und Entnahme. Die Entnahmeseite kann separat geschlossen werden, damit der Tank auch ohne Crash-Sicherung eingesetzt werden und dazu während der Fahrt geschlossen werden kann. Außerdem muss man dieses Ventil auch während des Befüllens schließen, damit nicht der Befülldruck auf die Gasanlage kommt und diese ggf. Schaden nimmt. 

CAMPKO GastankhalterungZu dem Tank gibt es eine passende Halterung, die den Tank fest in seiner Position hält. Die Halterungen mit Spanngurten, die für Gasflaschen typischerweise eingebaut sind, sind für den festeingebauten Tank nicht zugelassen. Folglich habe ich die Halterungen für die Gasflaschen zunächst einmal ausgebaut und dann in den hinteren Teil des Gaskastens die Halterung für den Tank mit den zwei Stahlbändern angeschraubt. Die Schlösser zum Verbinden der Stahlbänder musste ich zunächst noch einmal abnehmen, da der Tank sich sonst nicht in den Gaskasten hineinschieben ließ.

Als ich den Tank mit den Bändern festzurren wollte, musste ich feststellen, dass es schwierig die Schlösser so fest zusammen zu ziehen, dass die mitgelieferten Schrauben sich eindrehen ließen. Der Widerstand der Stahlbänder war dafür zu hoch. Also habe ich im Baumarkt zwei 10 mm längere Schrauben gekauft und selbst mit denen war es noch mühsam die Schlösser anfänglich zusammen zu bringen. Aber so ließ sich der Tank schließlich doch fixieren. Allerdings musste ich den Tank wegen der Anschlüsse für Befüllung und Entnahme so drehen, dass die seitlichen Sichtfenster, an denen man den Füllstand erkennen können soll, nun zur Außenwand und zur Trennwand zum WoMo-Inneren zeigen und damit nicht sichtbar sind. Dann muss doch weiterhin der Füllstandstester zum Einsatz kommen.

Truma Mono Control und GasfilterDie nächste Herausforderung war die Platzierung des Mono Control Druckreglers und Crash-Sensors zusammen mit dem Filter, damit der Schlauch zum Tank sich gut anschließen lässt und auch für den Befüllstutzen nicht im Weg ist. Auch diese Aufgabe stellte sich als schwieriger heraus als gedacht, denn Mono Control und Filter zusammenmontiert nehmen fast die gesamte Tiefe des Gaskastens ein, so dass sich der Schlauch kaum noch anschließen ließ, weil er sehr biegestabil ist. Sollte ich das ganze noch einmal auseinandernehmen müssen, werde ich sicher ein Winkelstück dazwischen montieren. 

Schließlich blieb dann noch der Anschluss des Mono Control an die Gasleitung zum Verteiler – im Bild noch vor dem Anschluss. Mit einem neuen Stück Gasrohr und einer Kompressionsrohrverschraubung ist nun auch die Gaszufuhr ins Fahrzeuginnere hergestellt und es ist Zeit den Tank zum ersten Mal zu befüllen und dann mit Lecksuchspray alle Verbindungen zu testen. Diesen Test werde ich aber erst machen, wenn auch die Heizung montiert ist. Was noch fehlt ist, ist eine Halterung für die verschiedenen Euro-Adapter für die LPG-Tankstellen. Ideal wäre hier ein 3D-Druckteil mit vier Innengewinden, in die die Adapter eingeschraubt werden können. Ich schätze da werde ich mal einen lokalen Anbieter von 3D-Drucken kontaktieren.