Wie im vorherigen Teil Teil 14: Gastank und Druckregler mit Crash Sensor erwähnt gestaltete sich der Austausch der Heizung schwieriger als gedacht. Beginnen wir von vorn. Wie im Teil 13: Die Reisende muss abspecken – Revisited schon gesagt, war die Truma S3002K, die in der Reisenden verbaut war, von der Austauschpflicht betroffen. Ausgetauscht werden muss der Wärmetauscher, also das größte Teil der Heizung. Ein neuer Wärmetauscher ist allerdings bei einem Preis von ca. 250 € bereits in der Kategorie in der man eine neue Heizung ohne Einbaukasten und Verkleidung bekommt. Allerdings war die nicht lieferbar und so entschloss ich mich, dann die Heizung komplett zu erneuern. Also bestellte ich eine komplette S3004 mit Einbaukasten und Standardverkleidung bei Obelink und baute schon einmal die alte Heizung aus.
1. Herausforderung
Als die neue Heizung eintraf, machte ich mich an den Einbau und musste als erstes feststellen, dass der Trumavent Lüfter der alten Heizung die Befestigungpunkte an anderen Stellen hat als die neuen Modelle von Heizung und Ventilator. Also stand ich vor der Frage, auch noch einen neuen Ventilator zu kaufen oder irgendwie den alten anzupassen, so dass er zur neuen Heizung passt.

Im Internet fand ich eine Adapterplatte von Truma zum Preis von ca. 55 €, um eine alte Heizung mit einem neuen Lüfter oder umgekehrt zu verbinden. Aber bevor ich die Bestellung losgeschickt hatte, kam mir die Idee, mir eine solche selbst herzustellen, denn schließlich habe ich den alten Einbaukasten mit den passenden Befestigungspunkten, den ich jetzt nicht mehr benötige. Also warum nicht einen Teil aus der Rückwand des alten Einbaukastens ausschneiden und diesen mit dem Luftdurchlass deckungsgleich an den neuen verschrauben und so eine Adapterplatte selbst erstellen. Die ausgesägte Platte habe ich mit acht Popnieten, vier am Rand und vier um das Lüfterloch mit dem neuen Kasten verbunden. Im Bild links sieht man die so montierte Platte von hinten. Damit die Platte möglichst glatt am Einbaukasten anliegt und die Schrauben für den Lüfter festgezogen werden können musste ich noch für die beiden unteren Punkte jeweils ein Loch in den neuen Einbaukasten bohren (siehe Bild rechts mit montiertem Trumavent).
2. Herausforderung
Beim Versuch den Einbaukasten mit dem Möbelrahmen zu verschrauben musste ich feststellen, dass der neue Kasten 2 cm tiefer ist als der alte. Nun konnte ich den aber nicht einfach 2 cm weiter hineinsetzen, da hinter der Heizung der Lüfter und dahinter die Wand zum Gaskasten ist und zwischen Lüfter und Gaskasten auch vorher schon nur ein halber Zentimeter Platz war. Außerdem wäre der Einbaukasten im Verhältnis zum Einbauplatz der Heizung selbst – der Kasten unten im Bild – zu weit hinten gewesen, was dann wieder ein Problem mit der Verkleidung gäbe. Also musste ich rund um den Einbauausschnitt mit 2 cm Quadratstäben die Tiefe ausgleichen. Das sieht zwar aktuell nicht so schön aus, aber wenn die nach Abschluss der Arbeiten auch noch gestrichen sind, fällt es hoffentlich nicht mehr so auf.
3. Herausforderung

Das Gasventil der alten Heizung hatte einen Gasanschluss mit Schneidringverschraubung (siehe Bild links). Ein entsprechend gebogenes Gasrohr war durch die Bodenplatte nach oben und dann hinter dem Wärmetauscher vorbei nach links geführt und dort hinter dem Abgasrohr mit dem Zuleitungsrohr vom Verteiler mittels Schneidringverbinder verschraubt. Damit war die Einbautiefe bestimmt durch den Zulufteinlass und der war 9 cm unterhalb der Bodenplatte der Heizung, so dass der Einbaurahmen (siehe oberes Bild rechts) mit 10 cm Höhe ausreichend war.
Bei der neuen Heizung ist am Gasventil ein ca. 3 cm langes 8 mm starkes Messingrohr mit angegossen, was gerade nach unten zeigt. An dieses kann das Gasrohr mit einer Schneidringverschraubung angeschlossen werden. Bei neueren Fahrzeugen und auch bei unserem Wohnwagen wird die Gasleitung von unten her durch den Bodenausschnitt, der für die Zuluft sorgt, an die Heizung herangeführt. Bei unserem Oldtimer geht das aber nicht, da dort der Leiterrahmen des Fahrwerks verläuft, weshalb man innerhalb des oben zu sehenden Rahmens in den Boden zwei große runde Löcher für die Frischluftzufuhr geschnitten hat. Von unten kommt man aber an diese Löcher nicht heran, weil darunter der Tank hängt. Das hat zwar den Vorteil, dass kein Dreck, Wasser oder Schnee von unten in den Einbaukasten hineingeschleudert werden kann, stellt aber jetzt für die Heizungsmontage ein Problem dar. Mit dem Anschlussrohr hat die Heizung bereits eine Einbautiefe von 9 cm. Dann muss noch die Schneidringverschraubung darauf, und selbst wenn man eine abgewinkelte verwendet, kommt noch einmal mehr als 1 cm hinzu, so dass die Einbautiefe nicht mehr ausreicht.
Ich habe zwar schon ein paar Ideen, wie ich vorgehen könnte, aber die stimme ich lieber mit meinem Gasprüfer ab.
Fortsetzung folgt!
