Bodensanierung 5

Nachdem ich wie in Teil 17: Ein neuer Bodenbelag - Die Vorbereitung angedeutet, habe ich den gesamten Boden ggspachtelt und geschliffen. Was beim Demontieren der Dinette und des Wassertanks noch zutage getreten ist, ist ein alter Wasserschaden, der vor langer Zeit aufgetreten sein muss, da aktuell alles trocken ist, der aber den Anschluss des Aufbaus an das Fahrerhaus auf der rechten Fahrzeugseite im unteren Bereich ziemlich geschädigt hat. Während im oberen Bereich nur die obere Sperrholzschicht schadhaft war, war der Rahmen an den unteren 10 cm komplett morsch. Der Rahmen in der Außenwand ist überraschenderweise nicht betroffen und stellt damit eine feste Verbindung zum Boden dar, der glücklicherweise auch nicht angegriffen sondern komplett stabil ist. Vielleicht ist der aber auch schon von einem der Vorbesitzer repariert worden. Um das zu sehen, müsste ich die Schürze von außen abmontieren. Das steht zwar auch noch irgendwann an, da sie an verschiedenen Stellen aufgrund der Alterung des Kunststoffs gebrochen ist, aber da aktuell kein weiterer Schaden erkennbar ist, wird dass in eine wärmeren Jahreszeit erfolgen, oder wenn ich für ein paar Wochen eine Halle mieten kann.

Bevor ich also den Boden verlegen konnte, musste zuerst der alte Wasserschaden noch repariert werden.

Es scheint, dass von ober her Wasser zwischen Führerhaus und Aufbau eingedrungen ist an der Innenseite (dunkle Spuren im Bild) heruntergeflossen ist und sich dann unten auf dem Boden gestaut hat. Dadurch hat der Balken von unten her angefangen zu faulen. An der breitesten Stelle war die Sperrholzschicht knapp 12 cm breit beschädigt. Also habe ich 13 cm breit die Sperrholzschicht entfernt und den morschen Teil des Balkens herausgeschnitten. Nachdem dieser Rahmenteil keine tragende Funktion hat, sondern diese vom Rahmen in der Außenwand erbracht wird, habe ich den Schaden ausgespachtelt und dann einen Streifen neues Sperrholz aufgeklebt und verschraubt. Danach konnte ich dann den Boden verlegen. Da es wenig Ecken zum zuschneiden gab konnte ich auf eine Schablone verzichten. ich musste lediglich die Ecken an der Küche ausschneiden, während die anderen Seiten ohne weitere Zuschnitte einfach an die Wände anstoßen konnten. Entgegen meinem ursprünglichen Plan habe ich den Boden nach dem Zuschnitt nicht nochmals herausgenommen, um ihn vollflächig zu verkleben, da er sich so perfekt liegt und durch die Rückseitenbeschichtung nicht rutscht, dass ich auf eine Verklebung verzichtet habe. Sollte es einmal notwendig sein, den Bodenbelag zu erneuern, muss man nur die Silikonfugen außen herum herausschneiden und kann den Boden dann so wieder entfernen.

Ein weiterer Punkt der aufgefallen ist beim Entfernen des alten Bodens ist der Anschluss des Bodens an das Führerhaus. Da der Aufbau auf ein Transit Fahrgestell gebaut worden ist, hat das Führerhaus natürlich eine Blechrückwand gehabt, die herausgetrennt werden musste. Dazu hat man 1995 als das Fahrzeug gebaut wurde, einfach die Rückwand mit der Trennscheibe herausgefext ohne die Kanten zu entgraten und Späne zu entfernen. Ich weiss nicht wie heutige Fahrzeuge unter den Verkleidungen aussehen, aber das macht schon den Eindruck, dass man den Umbau mit möglichst geringem Aufwand gemacht hat.

Als ich die alte Alukante am Übertritt vom Führerhaus zum Aufbau entfernt hatte, um den alten Bodenbelag auch dort zu entfernen statt einfach abzuschneiden, kam dies zum Vorschein. Außerdem war die alte Übertrittkante nur in der Mitte im Durchstieg angebracht und recht schmal und hat damit auch nachgegeben, so dass das Holz darunter durch die langjährige Belastung schon leicht durchgetreten war. Somit war klar, dass ich eine neue breitere und die ganze Länge der Öffnung überdeckende Übertrittleiste einbauen würde.

Nachdem ich ja die gesamte Dinette ausgebaut hatte, um den neuen Boden zu verlegen, habe ich mich dazu entschlossen, die vordere Sitzbank der Dinette von 90 auf 80 cm Breite zu reduzieren, da wir die Umbaumöglichkeit als zusätzlichen Schlafplatz nicht benötigen. Da der Frischwassertank nur 64 cm Breite misst, bleibt auch mit schmalerer Sitzbank genügend Platz für die Pumpe und den Warmluftkanal.

Schließlich habe die Rolloschienen noch so gekürzt, dass Insektenschutz und Verdunklungsrollo genau bis zur Unterkante des Fensterrahmens gehen, da sie zuvor immer auf der Tischplatte angestoßen sind.